05.12.2008
BioCer GmbH ist "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" 2009
22.11.2008
Preis "Bestes Poster des Jahres" der DGBM
04.08.2008
Wirtschaftsministerin Emilia Müller zu Gast bei FBI und BioCer
16.07.2008
Workshop 'Nanobeschichtungen von Textilien'
10.07.2008
Studentenexkursion zur Fa. Tutogen Medical GmbH
19.03.2008
Workshop mit Lehrstuhl Biomaterialien
15.02.2008
FBI gewinnt "Oberfranken Oscar"
Konzeptionelle Ausrichtung des Friedrich-Baur-Forschungsinstituts für Biomaterialien und der BioCer Entwicklungs-GmbH |
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Die übergeordnete Zielsetzung der beiden Einrichtungen Friedrich-Baur-Forschungsinstitut für Biomaterialien (FBI) und BioCer Entwicklungs-GmbH (BioCer GmbH) ist die Entwicklung von maßgeschneiderten Materialien für verschiedene medizinische Anwendungen und deren Einführung und Umsetzung in Produkte. Dazu ist es notwendig, spezielle Verfahrenstechniken weiterzuentwickeln und neue Verarbeitungstechniken zu erproben. Dabei spielen insbesondere chemische Verfahren und die Rapid Prototyping/Manufacturing Techniken eine wichtige Rolle. Diese Themenbereiche werden durch Biofunktionalisierung von metallischen Implantatoberflächen zur anwendungsbezogenen und funktionellen Kompatibilität ergänzt. Durch physikalische, chemische und biologische Materialcharakterisierung wird die Körperverträglichkeit und Funktion sichergestellt.
Diese Strategie wird durch drei konzeptionelle Ausrichtungen realisiert.
Eine Realisierung dieses Konzepts ist notwendig, um möglichst
schnell auf die von Medizinern definierten Probleme und Anforderungen in
Medizin, Medizintechnik und Pharmazie reagieren zu können. Dies beinhaltet die
Ü?bertragung des langjährigen materialwissenschaftlichen und
verfahrenstechnischen Know-hows auf medizinische Themen und in vielen Fällen die
Bearbeitung der gesamten Entwicklungskette von der Materialsynthese über die
Werkstoffverarbeitung bis zum Zwischen- oder Endprodukt bei gleichzeitiger
Charakterisierung der einzelnen Prozessschritte. Dabei werden je nach
Anforderungsprofil verschiedene Materialklassen, wie Keramik, Polymere und/oder
Metalle, eingesetzt. Besondere Bedeutung kommt bei zukünftigen Entwicklungen den
Verbundwerkstoffen und Werkstoffverbunden im mikro- und mesoskaligen Bereich zu.
Eine wichtige Rolle spielt bei diesem Konzept die biologische Charakterisierung,
die möglichst schnell eine ‚Zellantwort' auf Materialmodifikationen und
Materialneuentwicklungen geben muss. Das Zusammenwirken von Materialentwicklung,
Verfahrenstechnik und biologischem Ergebnis ist ein Schlüsselpfeiler unseres
Konzepts, das nur durch eine stark interdisziplinäre personelle Ausrichtung
realisiert werden kann.
Von besonderer Bedeutung ist hier die Zusammenarbeit mit
Medizinern verschiedener Fachrichtungen sowie Biologen und Chemikern. Mediziner
sind für uns vor allem bei der Identifizierung materialorientierter
medizinischer Probleme, bei der ‚patientennahen' Forschung und bei der Umsetzung
und Erprobung der Entwicklungen wichtig. Von der Kooperation mit Chemikern
werden neue Lösungsansätze für Materialprobleme im Mikro- und Mesobereich
erwartet, z.B. durch Entwicklung von Nanocomposites oder organisch/anorganischen
Hybridmaterialien sowie durch neue Ansätze bei der Entwicklung von
Drug-Delivery-Systemen.
Dies bedeutet eine Verschiebung der gesamten
Entwicklungskette in Richtung Anwendung und Verwertung sowie eine verstärkte
Kooperation mit der Industrie. Wichtig ist dabei, dass aufbauend auf
systematischen, anwendungsbezogenen FuE-Arbeiten die Kompetenzen in
verschiedenen Bereichen - wie Pulvertechnik, chemische Verfahrenstechniken,
Erfahrungen mit verschiedenen Materialklassen und Verbundwerkstoffen - bei der
Lösungsfindung für verschiedene Probleme eingebracht und miteinander vernetzt
werden. Ergänzend sollen aus materialwissenschaftlichen und
verfahrenstechnischen Ergebnissen Synergieeffekte für die direkte Vermarktung
über die BioCer GmbH genutzt werden.
Die Arbeiten konzentrieren sich auf folgende Schwerpunkte:
Die technologische und messtechnische Ausstattung von FBI und BioCer GmbH wurde so angelegt, dass die genannten fachlichen Schwerpunkte effizient bearbeitet werden können und ein Know-how als Basis für Auftragsforschung und Dienstleistungen aufgebaut werden kann. Spezielle technologische Apparaturen und Messgeräte erhöhen die Attraktivität von FBl/BioCer für Auftragsforschung und Dienstleistungen. Zu nennen sind hier beispielhaft spezielle Beschichtungstechniken, die elektrophoretische Abscheidung und die verschiedenen Rapid Prototyping-Verfahren wie Dispensplotten, Wachsdrucken (für die Herstellung von Vorprodukten) und das 3D-Drucken - Techniken, die im Rahmen von Drittmittel-Projekten beschafft wurden. Von der Charakterisierungsseite ist vor allem das gut ausgestattete Zelllabor von Interesse.
In den letzten eineinhalb Jahren wurden Mediziner mehr und mehr in die Definition von FuE-Projekten und begleitend bei der Bearbeitung von Projekten eingebunden. Die biologische Charakterisierung wurde verstärkt und die in vitro Untersuchungen wurden in Einzelfällen durch Tierversuche ergänzt. Die Kooperation mit der Industrie wurde intensiviert. Es bestehen Vermarktungsmöglichkeiten bei Vor-, Zwischen- und Endprodukten (z.B. bei maÃ?geschneiderten Pulvern, Granulaten, porösen Keramiken und Membranen sowie Beschichtungen) und beim Einsatz spezieller Verfahrens- und Fertigungstechniken für medizinische und nicht medizinische Anwendungen (z.B. verschiedene Rapid Prototyping-Verfahren und elektrophoretische Abscheidung, homogene Dispergierung feinster Partikel in Suspensionen und Schichten). In Einzelfällen besteht die Möglichkeit, spezielle Medizinprodukte, z.B. spezielle Sensoren, direkt oder zusammen mit einer Firma zu vermarkten.